Ein neuer Artikel zum alten Thema, diesmal in der Zeit. Wird in der Szene wieder herumgereicht werden wie frisches Weißbrot mit selbst gemachter Erdbeermarmelade, heiß diskutiert und vergessen. Unterm Strich bleibt die längst bekannte Erkenntnis: Es gibt nur ein Argument für Inhalt: Quote.
Ich erinnere mich immer wieder gerne an eine Konferenz, in der es darum ging, die Höchstlänge von Hörfunkbeiträgen von zwei Minuten auf einsdreißig zu setzen. Hauptargument: Beim Durchhören verschiedener Beiträge sei man zu der Erkenntnis gekommen, die Information sei grundsätzlich auch in anderthalb Minuten oder weniger zu vermitteln. Tja, weit gefehlt: Die Information läßt sich sogar in 7 Sekunden vermitteln, die Bild-Zeitung zeigt es jeden Tag. Und ob man es glauben will oder nicht: In den großen Formatsendern der Öffentlich-Rechtlichen ist die Nachrichtenauswahl ebendieser “Zeitung” schon lange Grundlage für die aktuelle Programmplanung. Insofern können wir alle guter Dinge sein, dass nicht nur Inhalt, sondern auch die Länge der Nachricht bald dem Vorbild vollständig angeglichen werden.
Das Hörfunkprogramm in Deutschland ist von Gefühl gesteuert. Von Angst.
Und darum überraschungsfrei.
BTW: Letztendlich bin und bleibe ich begeisterter Gebührenzahler, denn die Aussicht, was uns bleiben würde… Uaaaaarrgh!